Zur Einführung

In unregelmäßigen Abständen möchte die Laukhard-Gesellschaft ihre Mitglieder, Freunde und Interessenten über ihre Arbeit informieren und dabei kleinere Beiträge aus dem Umkreis der Gesellschaft und verstreute Veröffentlichungen zu Laukhard publizieren, die dadurch den Interessierten zugänglich gemacht werden.


10 Jahre Laukhard Gesellschaft

In diesem Jahr besteht die Laukhard-Gesellschaft seit 10 Jahren: am 12. Mai 2002

wurde sie in Wendelsheim gegründet. Deshalb steht am Beginn der Jahresgabe eine kurze Chronik zu den wichtigsten Veranstaltungen und Aktivitäten der Gesellschaft in den vergangenen zehn Jahren. - Es hat sich ein fester Kern von Mitgliedern aus Wendelsheim, Wöllstein, Bornheim, Gabsheim, Alzey, Bad Kreuznach, Idar-Oberstein und Gau-Grehweiler gebildet, der sich bemüht, die Erinnerung an Laukhard im Alzeyer Land und an seinen sonstigen Wirkungsstätten lebendig zu erhalten und die Beschäftigung mit seinen Schriften, aber auch mit seiner Person und seiner Bedeutung für die Zeit der Aufklärung und Revolution wach zu halten bzw. das Interesse dafür zu wecken.


Zeittafel zu Laukhards Leben

Deshalb soll dieses kleine Bändchen auch als Anregung zu einer eingehenderen Beschäftigung mit diesem unruhigen, aber sehr anregenden Geist aus der Zeit vor gut 200 Jahren dienen. Dafür steht in erster Linie die ausführliche Zeittafel zu Laukhards Leben (zusammengestellt von Dieter Pommerenke und Jakob Schwind), aber auch der Anfang seiner Autobiographie


„Leben und Schicksale“ (Abruck der ersten Kapitel)

Diese steht zwar seit 2001 in einem dreibändigen Nachdruck der Originalausgabe von 1792-1802 beim Verlag 2001 zur Verfügung, ist aber seit langem vergriffen. Auch ist die Schrift des Originals vor allem für heutige junge Leser ein Hinderungsgrund für den Zugang zu Laukhard. Deshalb plant die Laukhard-Gesellschaft in nächster Zeit die Publikation des ersten Teils seiner Erinnerungen ( 396 Seiten im Original) in moderner Schrifttype. Dieser Teil beschäftigt sich mit Laukhards Kindheit und Jugend in Rheinhessen und der Pfalz, seiner Studienzeit in Gießen und Göttingen, und seiner Vikariatszeit wiederum in rheinhessischen und pfälzischen Dörfern. Diese Abschnitte seiner Autobiographie (etwa bis 1781) sind von besonderem Interesse für die Regionalgeschichte; dazu ist auch ein Personen- und Ortsregister in Arbeit. Ob sich das Vorhaben einer Neuherausgabe des gesamten Werkes verwirklichen lässt, hängt von der Beteiligung anderer Institutionen und von Sponsoren ab.


Laukhards Bruder Carl Philipp

Ein kurzer Beitrag von Jakob Schwind befasst sich mit Carl Philipp Laukhard (1763-1808), dem Bruder von Friedrich Christian, der in seiner Autobiographie gelegentlich erwähnt wird. -


Buchbesprechung "Carl Magnus"

Ferner wird eine Besprechung von Dirk Sangmeister im Jahrbuch 2008 der Lichtenberg-Gesellschaft zu Laukhards Biographie des Rheingrafen Carl Magnus abgedruckt. Als letztes folgt eine Übersicht über die bisherigen Veröffentlichungen der Gesellschaft. Die Laukhard-Gesellschaft bedankt sich mit dieser Jahresgabe bei ihren bisherigen Mitgliedern, Förderern und Freunden für ihr Interesse und ihre Unterstützung und möchte sie zu weiterer Mitarbeit ermuntern. Sie hofft aber auch, dass durch diese Einführung mehr Menschen zur Beschäftigung mit Laukhard angeregt werden und sich an den Aktivitäten unserer Gesellschaft beteiligen.

In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern dieses Bändchens ein gutes neues Jahr. Gerhard Holzer, Wendelsheim (für den Vorstand)

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