Mein Blog

Blog

29. Juli 1793 Forst: Der Unsinn des Viktorisierens- "man sollte billig auf den Frieden warten" - "Jetzt schossen wir heute Viktoria und in kurzer Zeit wussten wir vor Angst und Schrecken nicht zu bleiben."

Posted on July 28, 2014 at 6:18 PM
In Forst mussten wir viktorisieren oder das Gewehr einigemal losschießen, weil ein General unsrer Verbündeten einigen Vorteil über den Feind gewonnen hatte. 
Die Siege waren größtenteils unbedeutend und des Pulvers nicht wert. 

Die Franzosen mokierten und erbosten sich allemal darüber und ihre Ehrbegierde wiegelte sie reger gegen uns auf. Bei uns aber erregte es Verdruss und Murren, weil die Soldaten hernach ihre Gewehre für nichts und wieder nichts putzen mussten. Man sollte billig bis auf den Frieden warten und dann zusehen, ob die Göttin Viktoria uns oder dem Feinde günstiger gewesen sei.
 
In Frankreich habe ich hernach oft die bittersten Sarkasmen über das Viktorisieren der Verbündeten hören müssen und konnte sie nicht widerlegen, weil die Citoyens immer die wohlbegründete Bemerkung machten, dass ein und der andere dauerhaften Nutzen daraus ziehen konnte. Und von dieser Art wären die Vorteile der kombinierten Mächte nie gewesen. 

Wie gesagt, man hätte billig bis zum Frieden oder bis zur gänzlichen Entkräftung der Franzosen warten sollen. Jetzt schossen wir heute Viktoria und in kurzer Zeit wussten wir vor Angst und Schrecken nicht zu bleiben.

Categories: ...im Soldatendienst Preußens, Der Krieg geht weiter...

Post a Comment

Oops!

Oops, you forgot something.

Oops!

The words you entered did not match the given text. Please try again.

2 Comments

Reply zdabrKksCvthn
8:16 PM on October 15, 2021 
OBjteLgozHywpUx
Reply vGNgkPRxqDWurX
10:34 PM on November 17, 2021 
GEgaSVPJbzxi