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# 4. Oktober 1792 Besancy: Abscheulicher Marsch – Grässliches Schauspiel

Posted on October 3, 2013 at 8:03 PM
Den 4. Oktober war ein ganz abscheulicher Marsch. Wir waren schon sehr früh aufgebrochen, aber der jämmerliche Weg hinderte das Geschütz vowärtszukommen, also mussten wir bis in die späte Nacht unterwegs bleiben und uns von dem unaufhörlichen kalten Regen bis auf die Haut netzen lassen. Spät in der Nacht, ungefähr nach 10 Uhr, kamen wir auf dem Platz von Besancy an, wo wir unser Lager schlagen sollten, oder vielmehr es kam nur ein großer Teil unsrer Armee dort an; denn gar nicht viele waren zurück geblieben, teils, weil sie nicht mehr fort konnten, teils auch, weil sie sich in der stockdunklen Nacht verirrt hatten. 

Hier sah ich ein grässliches Schauspiel. Der Packknecht des Herrn Leutnants von Baschwitz war vor Mattigkeit in einen Weinberg gekrochen und dort eingeschlafen. Ein Offizier vom Regiment Wolldecke ritt eben auch da durch und sein Pferd trat dem armen Kerl auf die Brust, dass ihm das Blut zum Munde herausquoll. Wahrscheinlich hatte der Offizier diesen Unfall nicht bemerkt. Der Packknecht wurde unter unaufhörlichem Jammern eine Strecke vorwärts getragen, um ihm Hilfe zu Schafen. Aber vergebens: es fehlte an Wagen, worauf man Kranke hätte legen können. Man setzte ihn also ab und ließ ihn unweit dem Wege liegen, wo er wahrscheinlich gestorben ist. Wenigstens hat man ihn nicht mehr gesehn. 

Ein anderes Unglück traf auf demselben Marsche einem Artilleristen, dem beide Beine  durch das Umwerfen einer Kanone zerschmettert wurden; auch dieser ist im Kote liegengeblieben und gestorben.

Categories: Jämmerlicher Abzug aus Frankreich

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